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Veranstaltungen

 
Eine Headergrafik mit der Aufschrift Sehnsucht Freiheit
 

Jugendfreiheitskonferenz – Widerstand und Verantwortung

Am 17. Juni 2026 lädt Ministerpräsident Michael Kretschmer Schülerinnen und Schüler zur Jugendfreiheitskonferenz in die Räume der Gedenkstätte Bautzner Straße in Dresden ein. Ort und Tag sind bewusst gewählt. Die Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden ist ein Ort der Erinnerung, Bildung und Begegnung. Sie erinnert an die Opfer der politischen Verfolgung in der Sowjetischen Besatzungszone und DDR, dokumentiert deren Schicksale und macht sie der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich. Der 17. Juni 1953 erinnert an die gewaltsame Niederschlagung des Volksaufstandes in der DDR gegen das SED-Regime.

Was ist uns Freiheit heute wert? Sind wir bereit, Verantwortung zu übernehmen – für ein selbstbestimmtes Leben, für andere Menschen, die Demokratie? Mit diesen und anderen Fragestellungen arbeiten die Jugendlichen in Workshops gemeinsam. Im Anschluss wird das Thema »Widerstand und Verantwortung. Was ist mir Freiheit heute wert?« im Gespräch mit Ministerpräsident Michael Kretschmer, Gunter Weißgerber (ehemaliger Abgeordneter der letzten frei gewählten Volkskammer der DDR) und Dr. Nancy Aris (Landesbeauftragte für die Aufarbeitung der SED-Diktatur) mit den Jugendlichen diskutiert und vertieft.

Programm

Ab 10:00 Uhr Ankommen
10:30 Uhr Begrüßung

Uljana Sieber, Leiterin der Gedenkstätte
Oberbürgermeister Dirk Hilbert (angefragt)

10:45 Uhr

Angebote (mit Anmeldung)
Workshops, Filmvorführung, Gespräche mit Zeitzeugen, Führungen im Haus mit Audioguides

12:45 Uhr Mittagsimbiss
13:30 Uhr

Widerstand und Verantwortung. Was ist mir Freiheit heute wert?
Ministerpräsident Michael Kretschmer im Gespräch mit Gunter Weißgerber (ehemaliger Abgeordneter der letzten frei gewählten Volkskammer und des Deutschen Bundestages), Dr. Nancy Aris (Landesbeauftragte für die Aufarbeitung der SED-Diktatur) und den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern

Projektpräsentationen im Plenum

15:00 Uhr Ende

Moderator: Lucas Böhme (Redakteur Pirna TV)

Angebote

Für die Teilnahme an den Angeboten ist eine Anmeldung erforderlich. Du kannst dich zu den Inhalten hier informieren und wirst in der Erläuterung zum Workshop direkt zur Anmeldung geleitet.

Postkarte mit Stempeln, Zeichnungen und dem Schriftzug „Bitte Vorsicht beim Postversand!“
© Jürgen Gottschalk

Zeitzeugengespräch und Druckwerkstatt

Mail Art sind per Post gesendet Briefe, Karten und Gegenstände und bedeutet Handeln und Kommunikation. Es war ein Mittel des Widerstandes in den Diktaturen. Im Workshop wird vermittelt, wie junge Menschen in der DDR mittels dieser kommunikativen Kunstform versuchten, die eng gesetzten politischen und geografischen Grenzen zu überwinden. Die Jugendlichen kommen mit einem Zeitzeugen ins Gespräch, der Mail Art betrieben und politische Verfolgung erlebt hat. Persönliche Eindrücke und neue Erkenntnisse fließen in die Gestaltung eigener Mail Art mittels Linoldruck ein.

Leitung: Jürgen Gottschalk, Christian Wesly

Drei Personen im Gespräch
© P. Sosnowsky

Filmvorführung und Gespräch

Der Film handelt vom Schicksal eines Arbeiters, der während des Aufstandes erschossen wurde. Der in Berlin aufgewachsene Filmemacher Alberto Herskovitz reiste bereits 1990 in die Region südlich von Leipzig und lernte dort Hartmut Rüffert kennen. Es entstand ein Film rund um das Braunkohlenkombinat Espenhain. Dabei stießen sie auf das Schicksal von Eberhard von Cancrin. 33 Jahre später machen Sie sich erneut auf den Weg, denn das Schicksal von Cancrin ist immer noch nicht aufgeklärt. Ein neuer Film entstand, für den die Aufnahmen von 1990 genutzt wurden.

Leitung: Hartmut Rüffert

Historischer Gefängnistrakt mit geöffneten Zellentüren
© Gedenkstätte Bautzner Straße

Audioguide und Gespräch mit Nick Wetschel

Zeitzeugen führen in dem Audio-Guide durch die Räume des sowjetischen Kellergefängnisses und beschreiben ihre persönlichen Erfahrungen während der Haft. Sie erzählen die Vorgeschichte der Inhaftierung und sprechen über die Haft, die Vernehmungen, die Verurteilung und den Alltag im sowjetischen Gulag. Dabei wird auch von dem Studenten Herbert Belter erzählt, um den sich eine kleine Gruppe sammelte, die mit Flugblättern versuchten, Widerstand gegen das Informationsmonopol der SED zu organisieren. Seine Geschichte und dessen Bedeutung für uns heute wird in einem anschließenden Gespräch mit Nick Wetschel beleuchtet.

Leitung: Nick Wetschel

Grafik mit grün leuchtender Figur und rotem Schriftzug „no future“
© Gedenkstätte Bautzner Straße

Spiel-Szenario

Wie findet und gestaltet man sein Leben in einem autoritären Staat wie der DDR? An welche Grenzen stieß man, mit welchen Folgen musste man rechnen? In diesem Projekt darf aktiv gespielt werden. Die Teilnehmenden steigen dabei über verschiedene Rollen einer DDR-Schulklasse in einen damals denkbaren Konflikt ein. Dabei können sie sich in typischen Jugendkulturen der 1980er-Jahre wiederfinden oder die Pädagogen und Eltern der Protagonisten verkörpern. Eigene Gedanken, Gefühle und Impulse, die am Ende gemeinsam reflektiert und ausgewertet werden, dürfen einfließen. Begleitet wird das Spiel durch eine Einführung in die Geschichte der DDR-Jugendkulturen, dokumentarische Filmausschnitte und eine kurze Ortserkundung am historischen Ort des Stasi-U-Haft-Gefängnisses.

https://www.stasihaft-dresden.de/index.php/no-future-jugendkulturen-der-ddr

Leitung: Cilly Zimmermann

Männer und Frauen stehen vor einer Ausstellung.
Kirchliche Ausstellung "Homosexualität ein Sündenfall", DDR, 1983  © Bundesstiftung Aufarbeitung, eastblockworld

Wie ging der Staatssicherheitsdienst der DDR mit Menschen um, die nicht dem heteronormativen Gesellschaftsbild entsprachen? War Homosexualität ein »Sicherheitsrisiko«? Wie beschränkte das sozialistische Familienmodell die Auslebung der eigenen Sexualität von Jugendlichen?

Anhand von Quellenauszügen und Fallbeispielen aus den Stasi-Unterlagen sollen gemeinsam die Mechanismen von Ausgrenzung diskutiert werden. Ebenso sollen Parallelen zum heutigen Umgang mit queeren Leben gezogen werden.

Leitung: Cornelia Herold, Madlen Richter

Mehreren beschrifteten Säulen in einem hellen Raum
© Gedenkstätte Bautzner Straße

Was bedeuten Grund- und Freiheitsrechte für uns heute? In diesem interaktiven Workshop nähern wir uns dem Thema auf kreative und persönliche Weise. Ausgehend von eigenen Erfahrungen tauschen wir uns im »Raum für Gedanken« darüber aus, wie wir Freiheit im Alltag erleben und wo wir ihre Grenzen spüren. Mit künstlerischen Methoden machen wir abstrakte Rechte greifbar und entwickeln spielerisch gemeinsame Perspektiven für ein starkes Miteinander.

https://rz-potsdam.de/gesichter/kathrin-ollroge/

Leitung: Kathrin Ollroge

Hinweis: Während der Veranstaltung werden Bild- und Tonaufnahmen gemacht. Die Einwilligung dafür ist freiwillig. Aus einer Nichteinwilligung ergeben sich keine nachteiligen Folgen für die Teilnehmerin oder den Teilnehmer.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Gedenkstätte Bautzner Straße in Dresden statt.

Logo Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden
 

Veranstaltungen im Rückblick

17. Juni 1953

Rund um das Thema 17. Juni 1953 fanden 2023 in Sachsen zahlreiche Veranstaltungen statt.

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