4. Jugendfreiheitskonferenz in Dresden: Jugendliche setzen sich mit Widerstand und Verantwortung auseinander
140 Schülerinnen und Schüler aus ganz Sachsen kamen am 17. Juni in der Gedenkstätte Bautzner Straße in Dresden zusammen, um sich mit den Themen Widerstand, Freiheit, Demokratie und der Übernahme von Verantwortung auseinanderzusetzen.
Ministerpräsident Michael Kretschmer hatte bereits zum vierten Mal zu einer Jugendfreiheitskonferenz eingeladen. Ziel des Formats ist es, die Erinnerung an den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 wachzuhalten, jungen Menschen historische Zusammenhänge zu vermitteln und mit ihnen über Gegenwart und Zukunft ins Gespräch zu kommen.
Nach der Begrüßung durch die Gedenkstättenleiterin Uljana Sieber und den Ersten Bürgermeister der Landeshauptstadt Dresden, Jan Donhauser, arbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in sechs zuvor ausgewählten Workshops. Dabei ging es unter anderem um studentischen Widerstand in der DDR, das Schicksal eines während des Volksaufstandes erschossenen Arbeiters sowie um unangepasste Lebensentwürfe und Jugendkulturen. Neben Gesprächen mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen konnten die Jugendlichen auch mit künstlerischen Methoden arbeiten, eigene Gedanken entwickeln und diese praktisch umsetzen.
In der Mittagspause traf Ministerpräsident Michael Kretschmer ein und kam bereits im Foyer mit den Schülerinnen und Schülern ins Gespräch. Anschließend folgte eine Podiumsdiskussion mit dem Ministerpräsidenten, der Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Dr. Nancy Aris, sowie dem ehemaligen Volkskammer- und Bundestagsabgeordneten Gunter Weißgerber. Im Mittelpunkt standen zunächst die Ereignisse des Herbstes 1989. Die Podiumsgäste berichteten von ihren persönlichen Erfahrungen aus dieser Zeit und davon, warum sie sich entschieden haben, Verantwortung zu übernehmen.
Anschließend stellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Ergebnisse und Eindrücke aus den Workshops vor und richteten ihre Fragen an die Gesprächsrunde.